Ölanalysen

Motorenöle, Getriebeöle, Hydrauliköle, Verdichteröle, Transformatorenöle, Turbinenöle – die Liste der Anwendungen, bei denen Ölanalysen vorteilhaft sind, ist schier unendlich.

Um die wichtigsten Informationen über Ihren eingesetzten Schmierstoff und Ihre Anlage zu erhalten, haben wird unsere umfangreichen Tests in Pakete geschnürt, die auf den Schmierstofftyp und seine Anwendung zugeschnitten sind.

Ölanalysen sind der Schlüssel zur Zustandsüberwachung.

Unser Angebot:

Durch ICP-OES (Optische Emissionsspektroskopie) können mehr als 20 verschiedene Elemente gleichzeitig gemessen werden. Dazu wird die verdünnte Ölprobe durch eine spezielle Pumpe in einen Zerstäuber gebracht, um dort mit einem kräftigen Argonstrom vernebelt zu werden. Dieses Gemisch gelangt anschließend in ein Argon-Plasma, welches die Probe atomisiert, ionisiert und die Elemente so anregt, dass sie die absorbierte Energie in Form von Licht wieder abgeben. Jedes Element kann nur eine spezifische, ihm charakteristische Menge an Energie aufnehmen und so eine ihm charakteristische Lichtwellenlänge erzeugen. Die Intensität dieses Lichtes ist wiederum direkt proportional zur vorhandenen Menge.

Die Menge an Verschleißelementen, die in einer Probe bestimmt werden, können direkt Auskunft über Verschleiß der Maschine geben und hängen sehr von der jeweiligen Anwendung ab. Sie können sogar für ein bestimmtes Maschinenteil von Maschine zu Maschine unterschiedlich sein.  Daher sollten die benötigten Informationen und Richtlinien für jede Maschineneinheit individuell durch eine regelmäßige Kontrolle entwickelt werden. Dabei betrachtet die Zustandsüberwachung nicht nur die aktuell gemessenen Werte, sondern den plötzlichen WECHSEL der Durchschnittswerte

Hier sind einige Beispiele, wofür hohe Werte stehen können:

  • Fe – Eisen: allgemeiner Verschleiß der Maschine
  • Si – Silizium: Schmutzeintrag, Staub
  • Na – Natrium: Eintrag von Kühlwasser
  • Cr – Chrom: Verschleiß von Lagern
  • Cu – Kupfer: Verschleiß an Lager, Kolbenbolzen und Kupplungsscheiben

Durch eine visuelle Betrachtung können wir rasch grobe Verunreinigungen des Schmieröls feststellen. Große Metall- und Schmutzteile sowie Fremdkörper sind zu groß, um mit der ICP-OES Methode analysiert zu werden. Sie würden so übersehen werden. Um die Beschreibung zu vereinfachen, haben wir eine willkürlich gewählte Skala definiert, die zwischen den verschiedenen Arten der visuellen Verunreinigung des Öls unterscheidet. Diese Skala erscheint auch auf der Rückseite eines jeden Laborberichtes und ist wie folgt definiert:

Rating-Beschreibung der visuellen Schmierstoffbetrachtung:

  • 10 – klar und frei von Verunreinigungen
  • 20 – dunkel
  • 30 – leicht trüb
  • 40 – trüb
  • 50 – milchig
  • 60 – freies Wasser sichtbar
  • 70 – fester Ablagerungen
  • 80 – feste Ablagerungen und freies Wasser

Der OCI misst die Leitfähigkeit von Motorenölen. Er weist auf Verunreinigungen durch Ruß und andere leitende Stoffe im Öl hin, z.B. Wasser oder Eisenpartikel. Zur Einstufung wird eine willkürlich gewählte Skala von 9 bis 40 benutzt. Ein Wert von 9 – 11 ist typisch für ein Frischöl, Werte bis 28 weisen auf ein gebrauchsfähiges Gebrauchtöl hin. Werte höher als 28 hingegen sind Anzeichen für ein mögliches Problem. Unser Diagnose-Ingenieur untersucht die erhöhten OCI-Werte und wird die Probe entsprechend beurteilen.

Die Viskosität gibt die Fließfähigkeit eines Öls wieder. Dazu wird die Zeit gemessen, die eine bestimmte Ölmenge braucht, um unter Einfluss der Schwerkraft eine genau definierte Strecke in einem kalibrierten Viskosimeterrohr zu durchfließen. Diese Bestimmungen sind wichtig, um die richtige Viskositätsklasse für das Gebrauchtöl zu ermitteln, z.B. SAE 30 oder SAE 15W-40 oder ISO-VG 46. Geringfügige Änderungen während des Gebrauchs sind normal, starke Abweichungen müssen jedoch erkannt und berichtet werden.

Viskositätsänderungen können auf eins oder mehrere der folgenden Probleme hindeuten:

  • Überhitzung
  • Kraftstoffeintrag
  • Starker Anteil an unlöslichen Rückständen
  • Sehr starke Oxidation und Alterung
  • Allgemeine Verschmutzung
  • Falsche Viskosität

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