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Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind organische Kontaminanten, die vor allem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen entstehen und so in die Umwelt eingetragen werden.

Mögliche Ursachen für das Vorkommen von PAK in Lebens- und Futtermitteln sind neben einer Kontamination durch die Umwelt vor allem verschiedene Verarbeitungsprozesse, wie das Grillen oder Räuchern.

Aufgrund ihrer guten Fettlöslichkeit reichern sich PAK vor allem in öl- bzw. fetthaltigen Lebens- und Futtermitteln wie beispielsweise Pflanzenölen, Fleisch und Fisch an.

Einige PAK, wie Benzo(a)pyren, werden als krebserregend eingestuft. Für diese sind in relevanten Lebensmitteln und Futtermitteln gesetzliche Höchstgehalte bzw. QS-Richtwerte festgelegt, die regelmäßig überwacht werden müssen.

SYNLAB Labordienstleistungen

  • Analyse im Spurenbereich mittels HPLC-UV/FLD und auf Wunsch mittels GC-MS
  • Analyse in vielen Matrices möglich, z. B. in:
    • Lebensmittel
    • Futtermittel
    • Wirtschaftsdünger und Gärsubstrate
    • Kompost, Boden und Klärschlamm
    • Wasser

Zur Sicherung unserer hohen Qualitätsstandards nehmen wir regelmäßig an Laborvergleichsuntersuchungen teil.

Aktuelle Höchstgehalte und Richtwerte

Lebensmittel

Höchstgehalte in Lebensmitteln VO (EU) 1881/2006 Benzo(a)pyren [µg/kg OS] PAK 4 [µg/kg OS]
Öle und Fette (außer Kakaobutter und Kokosnussöl) 2,0 10,0
Kakaobohnen und Folgeerzeugnisse 5,0 30,0
Kokosnussöl 2,0 20,0
geräucherte(s) Fleisch und Fleischerzeugnisse 2,0 12,0
geräuchertes Fleisch von Fischen, Fischereierzeugnissen, Krebstieren, Krabben und krabbenartigen Krebstieren 2,0 12,0
geräucherte Sprotten (auch in Dosen), Muscheln (frisch, gekühlt, gefroren) 5,0 30,0
geräucherte Muscheln 6,0 35,0
(Getreide-) Beikost für Säuglinge und Kleinkinder 1,0 1,0
Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung, Säuglingsmilchnahrung und Folgemilch 1,0 1,0
Diätische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die für Säuglinge bestimmt sind 1,0 1,0
Kakaofasern und Folgeerzeugnisse 3,0 15,0
Bananenchips 2,0 20,0
Nahrungsergänzungsmittel 10,0 50,0
Getrocknete Kräuter 10,0 50,0
Getrocknete Gewürze, außer Kardamom und geräucherter Capsicum spp. 10,0 50,0


Futtermittel

Aktions- und Richtwerte QS Leitfaden Futtermittelmonitoring Benzo(a)pyren [µg/kg 88 % TS] Aktionswerte PAK 4 [µg/kg Fett] Richtwerte PAK 4 [µg/kg Fett]
Öle, Fette und deren Produkte - 160,0 200,0
Palmkernöl, Kokosnussöl und deren Produkte - 320,0 400,0
Produkte mit < 10 % Fettgehalt 25,0 - -


Bei Futtermitteln gelten für Öle, Fette und deren Produkte je ein Aktions- und QS-Richtwert für die PAK 4 bezogen auf die Fettbasis. Für Palmkern- und Kokosnussöl gilt ein separater Richtwert.

Für Futtermittel mit weniger als 10 % Fettgehalt gilt weiterhin der ursprüngliche QS-Richtwert für Benzo(a)pyren.

Rechtliches

Die bisher in der VO (EG) 1881/2006 geregelten Höchstgehalte für Benzo(a)pyren in Lebensmitteln wurden durch die VO (EU) 835/2011 um den Wert der sogenannten "PAK 4" erweitert. Unter PAK 4 wird die Summe aus Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen und Benzo(a)pyren definiert.

Ab September 2014 wurden die Höchstgehalte in einigen Produkten, wie geräuchertem Fleisch und Fisch, nochmals gesenkt. Zuletzt wurden neue Höchstgehalte für Kakaofasern, Bananenchips, Nahrungsergänzungsmittel, getrocknete Kräutern und getrocknete Gewürzen mit der VO (EU) 2015/1933 (gültig ab 01. April 2016) festgelegt.

Auch der aktuelle QS Leitfaden Futtermittelmonitoring orientiert sich an den PAK 4.

 

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Neuigkeiten & Veranstaltungen

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Untersuchung auf Campylobacter spp. ab 01.01.2018 verpflichtend

Ziel: Deutliche Reduzierung der Krankheitsfälle

Kontrolle von Campylobacter spp. auf Geflügelschlachtkörpern

Ab dem 01.01.2018 gilt für Campylobacter spp. ein neues Prozesshygienekriterium von maximal 1000 KBE/g auf Schlachtkörpern von Masthähnchen. Festgelegt wurde dies in der Verordnung (EU) 2017/1495 zur Änderung der Verordnung (EU) 2073/2005.

Das SYNLAB Lebensmittelinstitut Jena prüft die Geflügelschlachtproben gemäß der neuen EU-Verordnung nach EN ISO 10272-2. Unsere Experten beraten Sie auch umfassend zu den Analysenergebnissen.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Dec 14, 2017 | LebensmittelinstitutWeiter
Allergenmanagement – Rückstands- und Reinigungskontrollen in Lebensmittelbetrieben

- Die beste Absicherung gegen Kreuzkontaminationen -

Die Kontamination mit Allergenen ist in der Lebensmittelbranche nach wie vor ein wichtiges Thema. Mit der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) 1169/2011 (LIMV) wurde festgelegt, welche Stoffe als allergen gelten und gekennzeichnet werden müssen. Die Kennzeichnung ist für vorverpackte und lose Ware verpflichtend.

Allen Betrieben, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten, transportieren, lagern und/oder verkaufen wird daher ein präzises Allergenmanagement empfohlen. Es hilft dabei die wichtigsten Ursachen für den unbeabsichtigten Eintrag von allergieauslösenden Stoffen im Blick zu behalten. Im Fokus stehen dabei:

  • verunreinigte Rohstoffe,
  • Kreuzkontaminationen während der Produktion und
  • die Verpackung und Lagerung.

Ein wichtiger Teil des Allergenmanagements sind deshalb regelmäßige interne Kontrollen und Probenahmen in sensiblen Bereichen. Sie verhindern kontaminierte Produktionschargen und im schlimmsten Fall Produktrückrufe.

Zur Bestimmung der Allergenbelastung können verschiedene Methoden der Probenahme angewendet werden. Möglich sind:

  • Beprobung von Rohstoffen, Zwischenprodukten und Endprodukten

  • Tupfer: direkter Oberflächenabstrich, z.B. in Produktionsanlagen und Maschinen

  • Spülwasser aus Reinigungsvorgängen

Unsere Leistungen für Ihr Allergenmanagement

  1. Wir bieten die Allergenanalytik für alle kennzeichnungspflichtige Allergene an:
    • Glutenhaltiges Getreide

    • Erdnüsse, Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss)

  2. Fisch, Weichtiere, Krebstiere

  3. Eier, Milch und Milchprodukte (einschließlich Laktose)

  4. Soja, Sellerie, Senf, Sesamsamen

  5. Schwefeldioxid und Sulfite

  6. Lupine

    Die Proben werden mit hochsensitiven Methoden der Spurenanalyse (ELISA und PCR) untersucht.

  7. Auf Wunsch beraten wir Sie umfassend zur richtigen Probenahme und Probenmenge.
  8. Regelmäßig bieten wir Schulungen und Seminare zum Thema „Allergenmanagement“ an.

Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung! Nutzen Sie dafür einfach unser Kontaktformular oder senden Sie uns eine Email an: Lebensmittel@synlab.com.

Nov 22, 2017 Weiter
Bericht zur Futtermittelüberwachung 2016 belegt eine gute Qualität von Futtermitteln in Deutschland

Fokus in den nächsten Jahren auf Importe aus Drittländern und GVO‘s

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat im September die aktuellen Ergebnisse der Futtermittelüberwachung 2016 ausgewertet. Es wurden 19.060 Inspektionen durchgeführt und 16.223 Futtermittelproben genommen.

Das amtliche Kontrollprogramm erfasst alle Bereiche der Futtermittelkette und umfasst sowohl Inspektionen (Prozesskontrollen) als auch Warenuntersuchungen. Anhand von Ergebnissen aus den vergangenen Jahren werden zudem besonders auffällige Bereiche identifiziert und nachfolgend stärker kontrolliert. Daher sind die veröffentlichen Zahl nicht repräsentativ, und es ist davon auszugehen, dass die Beanstandungsquote über den gesamten Markt deutlich niedriger ist.

Die Beanstandungsquote der gezogenen Proben liegt mit insgesamt 9,7% auf Vorjahresniveau. 5,5% der untersuchten Einzelfuttermittel und 12,4% der untersuchten Mischfuttermittel wiesen Mängel auf. Innerhalb der Kategorie „Mischfuttermittel“ gab es insbesondere Auffälligkeiten bei Mischfuttermitteln für Heimtiere. Hier wurde jede fünfte untersuchte Probe beanstandet. Ähnlich hoch war auch die Beanstandungsquote bei Mineralfuttermitteln (18,2%).

Grund zur Beanstandung gaben u. a. die Gehaltsangaben für Inhaltsstoffe (z. B. Rohasche, Futtermittelzusatzstoffe), die Überschreitung der Höchstgehalte an Spurenelementen und zu einem geringen Teil die mikrobiologische Qualität (Verderb).

Absolute Ausnahmen waren Mängel aufgrund von unzulässigen Stoffen (z.B. tierische Bestandteile), unerwünschten Stoffen (z.B. Pestiziden) oder verbotenen Stoffen (z.B. gebeiztes Getreide).

Im Zuge der Prozesskontrollen in Futtermittelbetrieben wurden im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Abweichungen um 3,1% festgestellt (2016: 15,7 %; 2015: 12,6%). Ursache hierfür waren zumeist Fehler im HACCP-gestützten Eigenkontrollsystem und/oder die nicht ordnungsgemäße Erfüllung der Anforderungen und Pflichten an die Futtermittelhygiene (gemäß Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 183/2005).

Das amtliche Futtermittelkontrollprogramm ist jeweils für fünf Jahre ausgelegt und wird risikoorientiert an das aktuelle Geschehen angepasst. Für das neue Programm für die Jahre 2017-2021 sollen u. a. Futtermittelimporte aus Drittländern im Fokus stehen, da diese ein höheres Risiko aufweisen, mit unerwünschten und unzulässigen Stoffen oder Pestizidrückständen kontaminiert zu sein. Außerdem werden in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) besonders berücksichtigt.

Das komplette Futtermittelmittelkontrollprogramm (2017-2021) finden Sie hier!

Unsere Leistungen im Bereich Futtermittelanalytik

Analytik:

Beratung:

  • Beratung zur Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen (z.B. HACCP)
  • Unterstützung bei der Umsetzung von Futtermittelrichtlinien (QS, GMP+, AMA Pastus+)
Oct 30, 2017 Weiter
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